Buch:Helrunar (Fries)
Aus Regenbogenhain
[bearbeiten] Jan Fries: Helrunar. Ein Handbuch der Runenmagie
Bad Ischl: Edition Ananael, 1997, ISBN: 3-901134-13-1
engl. OT: Helrunar. A Manual of Rune Magick. Mandrake of Oxford, 1993
Jan Fries macht sozusagen ein Programm für Autodidakten. Sein Buch befaßt sich mit der Geschichte und Herkunft der Runen, beschäftigt sich mit Begrifflichkeiten rund um die Runenmagie und der nordischen Kosmologie und verliert auch einige Worte zum Thema Runen und Faschismus. Ein zweiter Teil gibt ausführliche Anregungen zur Praxis der Runenmagie. Fries geht dabei synkretistisch vor und schildert Beispiele sowohl aus Traditionen rund um den Globus von schamanischen Ritualen bis zur Chaosmagie wie auch Theorien von der Reich'schen Psychologie bis zu NLP.
Erst im dritten Teil geht es dann um die Runen selbst. Er zitiert zu jeder Rune die entsprechenden Strophen aus dem Altenglischen, dem Altisländischen und dem Altnordischen Runengedicht (so vorhanden), gibt viele etymologische Hinweise, aber eine fixierte Bedeutung nennt er mit Absicht nicht, die will er einen nämlich selbst entdecken lassen. Dazu gibt er auch ein paar Anweisungen zum Thema Trance, Astralreise und andere Methoden, um die Runen selbst zu entdecken.
Angenehm ist auch, daß er dem Leser Übungsanregungen an die Hand gibt, ohne einen starres Curriculum hinzulegen, und daß er sich nicht auf Traditionen und Alter irgendeiner Sache beruft; statt dessen ist das ganze Buch von einer pragmatischen, undogmatischen Haltung und einer sehr freundlichen, lesbaren Sprache geprägt. Alles durchzuarbeiten, was dieses Buch vorschlägt, ist sicher zeitaufwendig, aber lohnend (auch wenn man sich nur einzelne Teile herauspickt). "Helrunar" eignet sich auch, um es immer mal wieder in die Hand zu nehmen und sich mit einzelnen Runen neu vertraut zu machen.
