Herwör

Aus Regenbogenhain

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Ein weiterer Fall von Crossdressing in der Edda, diesmal in der Frau-zu-Mann-Richtung Herwör ist die Tochter des Helden Angantyr. Ihr Vater stirbt bei einer Fehde. Sie "gewöhnte sich früh an Schwert und Schild"[1], sie nimmt den Namen Herward an und geht in Männerkleidern mit einer Wikingerschar auf Raubzüge; recht bald wird sie zum Anführer gewählt. Sie steuert die Insel Samsey an, wo auch ihr Vater begraben liegt, vorgeblich, um die Gräber zu plündern. Ihre Mitstreiter fürchten sich aber vor den Toten, die dort umgehen sollen, so betritt sie die Insel alleine. Tatsächlich gehen dort die Toten um, sie läßt sich davon nicht schrecken und trotzt ihrem toten Vater das Schwert Tyrfing ab, das mit ihm bestattet wurde.

  1. Das Herwörlied, Prosaeinleitung, in: Die Edda. Übertragen von Felix Genzmer. München (Diederichs) : 1981.
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