Loki

Aus Regenbogenhain

Wechseln zu: Navigation, Suche

Loki ist eine schillernde Gestalt, seine Bedeutung und wie er zu werten ist, sind sehr umstritten. Fest steht, daß er ein Geschlechts- und Gestaltwandler par excellence ist.

In der Prosa-Edda wird erzählt, daß ein Baumeister (von dem sich am Ende rausstellt, daß es ein Bergriese ist) sich anbietet, den Asen eine "riesensichere" Burg zu bauen (nämlich Asgard) und die Götter auf Lokis Anraten hin annehmen - Bedingung: er muß die Burg innerhalb eines Winters ganz allein bauen, nur mit der Hilfe seines Hengstes Swadilfari. Als Lohn soll er dann Freya, die Sonne und den Mond bekommen. Swadilfari ist nun aber so ein starkes und fleißiges Pferd, daß der Baumeister es tatsächlich fast schafft. Die Götter werden richtig sauer auf Loki und sagen: Du hast uns die Suppe eingebrockt, jetzt sorg dafür, daß wir die Wette gewinnen, sonst ist hier zappenduster. Loki verwandelt sich daraufhin in eine Stute, lenkt den Hengst gründlich ab, die Götter sind gerettet, Loki gebiert etwas später ein Fohlen mit acht Beinen - Sleipnir, das als "das beste aller Pferde" bezeichnet wird.[1]

In der Liederedda wirft Odin Loki vor:

Weißt Du, daß ich gab, den ich nicht geben sollte,
Dem schlechten Manne den Sieg,
Unter der Erde acht Winter warst du
Milchende Kuh und Mutter
(Denn da gebarest du:
Das dünkt mich des Argen Art).[2][3]

Anderenorts wird erzählt, daß Loki zwölf Jahre als Frau gelebt und die Midgardschlange, den Fenriswolf und Hel zur Welt gebracht zu habe.[4]

[bearbeiten] Quellen

  1. Gylfaginning, Abschn. 42
  2. Edda. Übersetzung von Karl Simrock, Köln: Anaconda, 2005 Oegisdrecka/Lokasenna, Str. 23, in dieser Ausgabe auf S. 93
  3. weitere Übersetzung, nach "Die Edda, Götterdichtung, Spruchweisheit und Heldengesänge der Germanen", Übertragung von Felix Genzmer (Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen / München 1981 / 2006), Seite 97:
    23 Odin:
    Wisse, wenn ich gab,
    dem ich nicht geben sollte,
    dem Feigeren Erfolg,
    acht Winter
    warst du unter der Erde du
    als Melkerin und Magd,
    da hast du Buben geboren,
    das dünkt mich des Argen Art.
  4. http://www.seidh.org/articles/sex-status-seidh.html)
Persönliche Werkzeuge
Mailinggruppe